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Opernring 11010 Wien
La Boheme Staatsoper Wien So 06.Dez 2026 replace me !La Boheme Staatsoper Wien Di 08.Dez 2026 replace me !La Boheme Staatsoper Wien So 13.Dez 2026 replace me !Das Leben einer Gruppe junger Künstler im Paris des 19. Jahrhunderts. Eine Liebesgeschichte zwischen dem Dichter Rodolfo und der Nachbarin Mimi, einer armen Näherin.
Ihre Beziehung durchlebt Höhen und Tiefen, während sie gemeinsam mit ihren Freunden Marcello, Musetta, Schaunard und Colline die Freuden und Herausforderungen des Künstlerlebens teilen. Doch tragische Umstände und die Armut der Zeit stellen ihre Liebe auf die Probe. Eine zeitlose Geschichte von Liebe, Verlust und dem Streben nach Schönheit.
Franco Zeffirellis bekannte, ja, berühmte Inszenierung steht seit mehr als einem halben Jahrhundert auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. Generationen von Opernbesucherinnen und Opernbesuchern folgten dem tragisch-heiteren Leben der jungen Leute in einer atmosphärisch treffenden wie detailverliebten Bühnenumgebung. Zeffirelli erzählt das zarte Aufkeimen der Liebe zwischen Mimì und Rodolfo mit einem so gerührten wie unpathetischen Blick auf das Paar, mischt zuweilen – nicht zu deftige – Komik unter, bietet pittoreske Bilder in den Massenszenen, um im dritten Bild die auch musikalisch ausgedrückte Winterstimmung gekonnt einzufangen. Seine Setzung des tragischen Finales ist ein Musterbeispiel an gekonnter Zurücknahme: Man sieht Menschen auf der Bühne, deren Leid nicht nur berührt, sondern trifft – besser ist Puccinis Meisterwerk nicht in Bilder zu fassen.Musikalisch fasste Puccini das Geschehen in eine so komplexe wie bilderreiche Klangsprache, die sofort in den Bann zieht. Hier der Trubel der Massen, dort die zarte Annäherung des Liebespaares, dann wieder das große Liebesglück und ebensolcher Schmerz: Ein Kosmos, der das Publikum stets verzaubert und bannt. Wenn etwa Mimì in ihrer großen Arie im ersten Bild den anbrechenden Frühling besingt, dann lässt Puccini den Gesang und das Orchester aufstrahlen und nimmt das Publikum so mit in Mimìs Welt; und wenn er Rodolfo sein Dichterleben besingen lässt, dann ist man ganz bei dem Poeten, in dessen armen, aber jugendlich-stolzen Leben. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch ein Thomas Mann in seinem Der Zauberberg auf die besonderen Qualitäten dieser Oper einging.Einer der größten Opern-Skandale in der Zweiten Republik, die Absage der Premiere der aktuellen La bohème-Produktion im Jahre 1963, entbrennt an der Person des Souffleurs. Die italienischen Sänger, die gewohnt waren, im Soufleurkasten einen Maestro Suggeritore, also eine Art soufflierenden Subdirigenten, vorzufinden, hatten diesen auch für ihre Auftritte an der Wiener Oper eingefordert. Karajan bewilligt das Engagement eines solchen Maestro Suggeritore, der Betriebsrat nicht. Da sich die beiden Fronten immer mehr verhärten, kommt es schließlich zum Eklat: Das bereits erschienene Premierenpublikum muss wieder heimgeschickt, die Premiere von La bohème um einige Tage verschoben werden. Aus einer künstlerischen Angelegenheit ist ein schlagzeilenproduzierendes, allgemeines Gesprächsthema geworden.Sichern Sie sich Tickets für ein verzauberndes Opernwerk in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.
(Quelle: wiener-staatsoper.at)
