• La Traviata

    La Traviata

    Oper von Giuseppe Verdi Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    La Traviata Staatsoper Wien Do 11.Mär 2027
    replace me !
    La Traviata Staatsoper Wien So 14.Mär 2027
    replace me !
    La Traviata Staatsoper Wien Mi 17.Mär 2027
    replace me !
    La Traviata Staatsoper Wien Sa 20.Mär 2027
    replace me !

    Vio­let­ta Va­lé­ry ist mehr als ei­ne Frau. Sie ist ein käuf­li­ches Wunsch­ob­jekt der Pa­ri­ser Ge­sell­schaft, die in Al­fre­do ih­re Lie­be fin­det, aber dem ge­sell­schaft­li­chen Dün­kel sei­nes Va­ters nach­gibt und sich von ihm trennt.

    In sei­ner mit rie­si­gen Vi­deo­wän­den und den so­zia­len Me­di­en spek­ta­ku­lär jon­glie­ren­den In­sze­nie­rung ver­legt Si­mon Sto­ne die­se Ge­schich­te ins Heu­te. Vio­let­ta, das ist ein Pa­ri­ser It-Girl, ei­ne In­flu­en­ce­rin, die in der In­sta­gram-Bla­se ge­fan­gen bleibt und de­ren Le­ben der vir­tu­el­len Prä­sen­ta­ti­ons- und Schau­gier aus­ge­lie­fert ist. Ein­sam im Öf­fent­li­chen ist sie – und ei­ne Au­ßen­sei­te­rin.

    Si­mon Sto­nes In­sze­nie­rung nimmt die Ge­gen­wär­tig­keit von La traviata wört­lich – Vio­let­ta Va­lé­ry lebt hier in ei­nem sehr ge­gen­wär­ti­gen Pa­ris voll Glanz und Gla­mour. In auf­wän­dig pro­du­zier­ten Vi­deo­se­quen­zen er­zäh­len der Re­gis­seur und sein Team auch den be­reits von Ver­di und Li­bret­tist So­a­ve selbst­be­wusst ge­stal­te­ten Cha­rak­ter der Vio­let­ta wei­ter: Als In­flu­en­ce­rin mit Mil­lio­nen an In­sta­gram-Fol­lo­wern und ei­ge­ner Par­füm­li­nie kann sie durch­aus für sich selbst sor­gen – so­lan­ge ihr ge­sund­heit­li­cher Zu­stand es er­laubt. Mit dem Rea­lis­mus und der Opu­lenz der Vi­de­os kon­tras­tiert in reiz­vol­ler Wei­se die re­du­zier­te Büh­nen­äs­the­tik von Bob Cou­sins, in der rea­lis­ti­sche Büh­nen­ele­men­te wie auf dem se­man­ti­schen Prä­sen­tier­tel­ler her­aus­ge­stellt er­schei­nen.

    Wir emp­feh­len den Be­such die­ser Pro­duk­ti­on ab 14 Jah­ren.

    La traviata ent­hält ei­ni­ge der be­kann­tes­ten Me­lo­di­en der Opern­li­te­ra­tur – Vio­let­tas »Ama­mi, Al­fre­do« und das no­to­ri­sche Trink­lied »Li­bia­mo ne‘ lie­ti ca­li­ci« sind nur zwei der Num­mern, die sich längst au­ßer­halb des Opern­kon­tex­tes ver­selbst­stän­digt ha­ben. Ih­re Qua­li­tät wird aber erst in­ner­halb die­ses Kon­tex­tes wirk­lich ver­ständ­lich: »Was die Be­son­der­heit Ver­dis jen­seits der ›so­li­te con­ve­nien­ze‹ [der ver­bind­li­chen dra­ma­tur­gi­schen Re­geln sei­ner Zeit, Anm.] aus­macht, ist vor al­lem sei­ne me­lo­di­sche Er­fin­dung, die we­ni­ger aus ei­nem Sinn für bieg­sa­me Kan­ti­le­nen als viel­mehr aus der dra­ma­ti­schen Ges­te her­aus er­wächst. Sie gibt den han­deln­den Per­so­nen Kon­tur, oh­ne frei­lich die Be­lan­ge der Sän­ger­stars zu ver­nach­läs­si­gen. Ver­dis Kom­po­nie­ren ist in ho­hem Ma­ße em­pa­thisch; statt das Ge­sche­hen auf der Büh­ne wie ein all­wis­sen­der Er­zäh­ler durch den mu­si­ka­li­schen Satz dar­zu­le­gen, schlüpft Ver­di gleich­sam in sei­ne Rol­len hin­ein und lässt sie selbst zu Wort kom­men.« (Sil­ke Leo­pold).
     
    Ale­xan­dre Du­mas’ Ro­man La dame aux camélias (Die Kameliendame, 1848) war ein so gro­ßer Er­folg, dass der Au­tor das Werk zu ei­nem Thea­ter­stück be­ar­bei­te­te. Giu­sep­pe Ver­di kann­te bei­de Fas­sun­gen, die Schau­spiel­ver­si­on sah er bei der Ur­auf­füh­rung in Pa­ris im Jahr 1852. In der Be­ar­bei­tung des Li­bret­tis­ten Fran­ces­co Ma­ria Pia­ve wur­de Mar­gue­ri­te Gau­tier zu Vio­let­ta Va­lé­ry, und das auf­se­hen­er­re­gen­de Thea­ter­stück wur­de zu­erst zu ei­ner der ers­ten rea­lis­ti­schen Opern über­haupt, dann – im Lauf der Ge­schich­te und oh­ne Ver­dis Zu­tun – zum drit­ten Teil der so­ge­nann­ten „Tri­lo­gia po­po­la­re“ (mit Il trovatore und Rigoletto) und schließ­lich zur be­lieb­tes­ten und meist­ge­spiel­ten Ver­di-Oper al­ler Zei­ten.

     

    Heute ist La Traviata eine der meistgespielten und beliebtesten Opern weltweit. Sichern Sie sich Tickets für die Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.

     

    (Quelle: wiener-staatsoper.at)