• Der Rosenkavalier

    Der Rosenkavalier

    Oper von Richard Strauss Staatsoper Wien
    tickets available

    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Sa 09.Mai 2026 18:00
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Di 12.Mai 2026 18:00
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Fr 15.Mai 2026 18:00
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Mo 18.Mai 2026 18:30
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Mo 08.Feb 2027
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Fr 12.Feb 2027
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Mo 15.Feb 2027
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    Der Rosenkavalier Staatsoper Wien Fr 19.Feb 2027
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    Die Mar­schal­lin ver­bringt ei­ne Nacht mit ih­rem jun­gen Lieb­ha­ber Octavian. Am Mor­gen stört Ba­ron Ochs auf Lerchenau die Idyl­le und bit­tet sie um ei­nen ge­eig­ne­ten Über­brin­ger der sil­ber­nen Ro­se für sei­ne Braut Sophie, die Toch­ter des rei­chen Faninal.

    Die Mar­schal­lin schlägt Octavian vor und denkt me­lan­cho­lisch über die Ver­gäng­lich­keit nach. Octavian und Sophie ver­lie­ben sich so­fort in­ein­an­der. Da Sophie Ochs ab­lehnt, wird die­sem ei­ne Fal­le ge­stellt. Am En­de ver­zich­tet die Mar­schal­lin schwe­ren Her­zens auf Octavian und er­mög­licht das Glück des jun­gen Paa­res.

    Am 13. April 1968 fei­er­te die Pro­duk­ti­on ih­re Pre­mie­re im Haus am Ring – mit Leonard Bernstein am Pult, Christa Ludwig in der Rol­le der Mar­schal­lin und Walter Berry als Ochs. Zur Wie­der­auf­nah­me im De­zem­ber 2010 er­füll­te Re­gis­seur Otto Schenk sei­ne In­sze­nie­rung in den Büh­nen­bil­dern von Rudolf Heinrich per­sön­lich wie­der mit neu­em Le­ben. Der Re­gis­seur: »Al­les, was ich bei ei­ner In­sze­nie­rung er­fin­de, er­fin­de ich dank je­ner, mit de­nen ich ar­bei­ten darf. Wo­bei Der Rosenkavalier ein sehr ‘ge­ge­be­nes’ Werk ist. Vie­les ist durch Mu­sik und Text vor­ge­zeich­net und braucht nur noch nach­voll­zo­gen zu wer­den. Es gibt ein Ro­ko­ko-Mi­lieu, das vom Ju­gend­stil pa­ti­niert ist; es gibt ei­ne (er­fun­de­ne) Spra­che, die sehr rea­lis­tisch be­dient wer­den muss. Und es gibt die Mo­men­te, in de­nen die rei­ne Schön­heit re­gel­recht aus­ar­tet. In mei­nen fünf In­sze­nie­run­gen die­ser Oper ha­be ich im­mer ver­sucht, die­se Ge­ge­ben­hei­ten zu er­fül­len, es war nie mei­ne Art, et­was Ge­gen­tei­li­ges zu er­fin­den – die­ses Ta­lent be­sit­ze ich nicht.«

    Drei mu­si­ka­li­sche »Sphä­ren« be­stim­men die mu­si­ka­li­sche Struk­tur des Rosenkavaliers: Das über wei­te Stre­cken do­mi­nie­ren­de Par­lan­do, die ly­ri­schen und me­lo­disch breit aus­ge­führ­ten So­lo- und En­sem­ble­sze­nen und die Wal­zer, die vor­ran­gig (aber nicht aus­schließ­lich) die Welt des Ochs auf Ler­che­nau cha­rak­te­ri­sie­ren. Ha­ben da­her be­reits die­se »Sphä­ren« ei­ne leit­mo­ti­vi­sche – oder leit­idio­ma­ti­sche – Funk­ti­on, so wer­den auch The­men und Mo­ti­ve im Sin­ne von Er­in­ne­rungs­mo­ti­ven an the­ma­tisch ana­lo­gen Stel­len wie­der auf­ge­grif­fen, al­ler­dings nicht in der strin­gen­ten Wei­se, wie dies in Wag­ners Spät­wer­ken ge­schieht. Sehr we­sent­lich für Strauss’ mu­si­ka­li­sches Den­ken ist je­doch ne­ben der Mo­ti­vik die Ton­ar­ten­cha­rak­te­ris­tik, de­ren Be­deu­tung im Rosenkavalier be­reits die ers­ten Skiz­zen in den Text­ent­wür­fen Hof­manns­thals zei­gen: Noch vor The­men und Mo­ti­ven no­tier­te Strauss die Ton­art des je­wei­li­gen Ab­schnitts. (Thomas Leibnitz)

    Wie soll­te die neue »Spiel­oper« hei­ßen? Zu die­ser Fra­ge ent­spann sich ab 1909 zwi­schen Hof­manns­thal, Strauss und Harry Graf Kessler, dem Mit­au­tor des Sze­na­ri­os, ein brief­li­ches Wech­sel­spiel der Ideen – und der Ti­tel­fi­gu­ren. Kessler wünsch­te sich zu­nächst Quin-quin, was Hof­manns­thal fast em­pört ab­lehn­te, nicht oh­ne selbst Vor­schlä­ge zu ma­chen: Ma­ri­an­del sei ei­ne Mög­lich­keit, »mit ir­gend­ei­nem Ad­jec­tiv (aber wel­chem?) Oder Der Rosenkavalier, was sagst du da­zu?« Kessler sag­te zu­nächst nichts da­zu und än­der­te statt­des­sen den Fo­kus: Der Grobian in Liebesnot war ei­ner sei­ner Vor­schlä­ge – Ba­ron von Ochs soll­te al­so zur Ti­tel­fi­gur wer­den. 

    Im sel­ben Fahr­was­ser kam ein Vor­schlag von Strauss, den Hof­manns­thal lan­ge fa­vo­ri­sier­te: Der Ochs von Lerchenau und die silberne Rose. »Ich bin ziem­lich fest für den Ti­tel Ochs von Lerchenau ent­schlos­sen, der den buf­fo in die Mit­te stellt, das der­be Ele­ment an­deu­tet und ganz gut klingt und aus­sieht«, schrieb Hof­manns­thal an Kessler. Als er schließ­lich doch Der Rosenkavalier durch­setz­te, schmoll­te der Graf brief­lich (»ab­scheu­li­cher Ti­tel!«), und Richard Strauss for­mu­lier­te sei­ne Zu­stim­mung (im Mai 1910 an Alfred Roller) als Pro­test: »Mir ge­fällt Der Rosenkavalier gar nicht, mir ge­fällt der Ochs! Aber was will man ma­chen. Hof­manns­thal liebt das Zar­te, Äs­the­ti­sche, mei­ne Frau be­fiehlt: Der Rosenkavalier. Al­so Der Rosenkavalier! Der Teu­fel hol ihn!«

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)