• Madama Butterfly

    Madama Butterfly

    Oper von Giacomo Puccini Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Madama Butterfly Staatsoper Wien So 15.Nov 2026
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    Madama Butterfly Staatsoper Wien Mi 18.Nov 2026
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    Madama Butterfly Staatsoper Wien Fr 20.Nov 2026
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    Madama Butterfly Staatsoper Wien Di 24.Nov 2026
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    Für den Ma­ri­ne­leut­nant Ben­ja­min Frank­lin Pin­ker­ton ist die Ehe mit Cio-Cio-San, ge­nannt But­ter­fly, ei­ne un­ver­bind­li­che An­nehm­lich­keit wäh­rend sei­nes Auf­ent­halts in Na­ga­sa­ki.

    Cio-Cio-San nimmt die Hoch­zeit da­ge­gen sehr ernst. Sie tritt zum christ­li­chen Glau­ben über und nimmt den Bruch mit ih­rer Fa­mi­lie in Kauf. Pin­ker­ton kehrt in die USA zu­rück.
    Als er nach drei Jah­ren zu­rück­kehrt, wird er von sei­ner neu­en Frau be­glei­tet. Sie kom­men, um das Kind zu sich zu ho­len, das Cio-Cio-San nach Pin­ker­tons Ab­rei­se ge­bo­ren hat. Sie be­rei­tet das Kind zur Ab­rei­se vor und nimmt sich das Le­ben.

    Die poe­ti­sche, mit ja­pa­ni­schen Stil­ele­men­ten ar­bei­ten­de In­sze­nie­rung des 2008 ver­stor­be­nen Hol­ly­wood­re­gis­seurs An­tho­ny Ming­hel­la wur­de von der Me­tro­po­li­tan Ope­ra New York, der Eng­lish Na­tio­nal Ope­ra und dem Li­tau­i­schen Na­tio­nal­thea­ter für Oper und Bal­lett ko­pro­du­ziert. Für die Pre­mie­re an der Wie­ner Staats­oper am 7. Sep­tem­ber 2020 über­nahm Ca­ro­lyn Choa die auf­wän­di­ge Neu­ein­stu­die­rung. Choa, die mit An­tho­ny Ming­hel­la ver­hei­ra­tet war, schuf Cho­reo­gra­phien für zahl­rei­che Opern­in­sze­nie­run­gen und in­sze­nier­te auch selbst; für die Cho­reo­gra­phie in Ming­hel­las In­sze­nie­rung von Madama Butterfly er­hielt sie zu­sam­men mit dem Re­gis­seur ei­nen Oli­vier-Award.
     
    Zur mu­si­ka­li­schen Dar­stel­lung Ja­pans im Kon­flikt mit sei­ner durch die ame­ri­ka­ni­sche Ma­ri­ne 1853 er­zwun­ge­nen Öff­nung und Ver­west­li­chung ver­frem­de­te Pucci­ni sei­ne Mu­sik­spra­che, in­dem er sie durch Ma­te­ri­al aus ori­gi­na­len oder ver­mit­tel­ten fern­öst­li­chen Quel­len an­rei­cher­te: Ne­ben An­lei­hen bei Tran­skrip­tio­nen ja­pa­ni­scher Mu­sik des Bruck­ner­schü­lers Ru­dolf Dit­trich ver­wen­de­te er Me­lo­dien ei­ner in der Schweiz für den Ex­port nach Chi­na her­ge­stell­ten Spiel­uhr, setz­te ein um ja­pa­ni­sche In­stru­men­te er­wei­ter­tes Schlag­werk ein und ließ sich auch von ei­ner Ka­bu­ki-Thea­ter-Auf­füh­rung in­spi­rie­ren. Der Exo­tis­mus in Pucci­nis But­ter­fly-Par­ti­tur ist da­bei mehr und an­de­res als folk­lo­ris­ti­sches De­kor. Er setzt ei­ne Ko­lo­nia­lis­mus­kri­tik in Sze­ne, die das Werk für post­ko­lo­nia­le Fra­ge­stel­lun­gen und Lek­tü­ren frucht­bar macht.
     
    Bei ei­nem kri­ti­schen Blick auf exo­tis­ti­sche Ten­den­zen in Madama Butterfly soll­te man nicht ver­ges­sen, dass auch Leut­nant Pin­ker­ton für Pucci­ni und sein zu­nächst ita­lie­ni­sches Pu­bli­kum zu ei­ner frem­den Kul­tur ge­hör­te. Eben­so wie der ja­pa­ni­sche Be­am­te mit der ja­pa­ni­schen Hym­ne vor­ge­stellt wird, er­tönt bei Er­wäh­nung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten »The Star-Spangled Banner«, heu­te die ame­ri­ka­ni­sche Na­tio­nal­hym­ne und zur Ent­ste­hungs­zeit der Oper be­reits of­fi­zi­el­le Hym­ne der US Na­vy, selbst­ver­ständ­lich nach Art ei­ner Blas­ka­pel­le in­stru­men­tiert. Pucci­ni reiz­te aus­drück­lich die Dar­stel­lung der zwei frem­den Wel­ten Ja­pan und Ame­ri­ka, nicht zu­letzt war des­we­gen auch ein Akt ge­plant, der in der ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaft spielt. Wäh­rend der Ar­beit schrieb Pucci­ni an Ri­cor­di, er be­mü­he sich, »Herrn F. B. [sic] Pin­ker­ton so ame­ri­ka­nisch sin­gen zu las­sen wie mög­lich« (Ann-Chris­ti­ne Me­cke).

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)