• Don Giovanni

    Don Giovanni

    Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Don Giovanni Staatsoper Wien Di 19.Jan 2027
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    Don Giovanni Staatsoper Wien Do 21.Jan 2027
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    Don Giovanni Staatsoper Wien Sa 23.Jan 2027
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    Don Giovanni Staatsoper Wien Do 28.Jan 2027
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    Don Giovanni Staatsoper Wien Sa 30.Jan 2027
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    Der le­gen­dä­re Frau­en­held Don Giovanni er­obert skru­pel­los und rück­sichts­los die Her­zen der Frau­en. Sei­ne Un­ta­ten blei­ben je­doch nicht un­ge­straft, als er ei­nes Ta­ges den Kom­tur her­aus­for­dert und tö­tet.

    Als Don Giovanni ver­sucht, sei­nen Ver­fol­gern zu ent­kom­men und sei­ne Ta­ten zu ver­ber­gen, wird es brenz­lig. Doch am En­de wird er von ei­ner über­na­tür­li­chen Macht zur Re­chen­schaft ge­zo­gen und in die Höl­le ge­zo­gen, wäh­rend al­le an­de­ren über die Ver­gäng­lich­keit der Macht und die Ge­rech­tig­keit des Schick­sals nach­den­ken. Die Oper ist ei­ne fes­seln­de Dar­stel­lung von Lie­be, Ver­füh­rung, Ra­che und mo­ra­li­scher Ver­ant­wor­tung.

    Bar­rie Kos­kys In­sze­nie­rung von Don Giovanni greift die in der Stück­vor­la­ge ent­hal­te­ne Am­bi­va­lenz zwi­schen gro­tes­ker Ko­mö­die und düs­te­rem Dra­ma auf und blickt da­bei tief in die Psy­che der Fi­gu­ren. Va­ter-Kind-Kon­flik­te, Herr-und-Knecht-Dy­na­mi­ken und die ewi­ge Su­che nach der ei­ge­nen Iden­ti­tät spie­len bei der Deu­tung der Fi­gu­ren ei­ne es­sen­zi­el­le Rol­le. Der Raum, den das Stück schafft, wird bei Kos­ky zu ei­nem »La­bo­ra­to­ri­um für wi­der­sprüch­li­che Ideen über die mensch­li­che Exis­tenz oh­ne fer­ti­ge Ant­wor­ten.« Das Dra­ma fo­kus­siert sich auf das tie­fen­psy­cho­lo­gi­sche, dio­ny­si­sche und ge­fähr­li­che der ein­zel­nen Fi­gu­ren, die schluss­end­lich Ver­ant­wor­tung für ih­re ei­ge­nen selbst­zer­stö­re­ri­schen Trie­be über­neh­men müs­sen.
     
    Un­ver­wech­sel­bar sind die ers­ten Ak­kor­de der Ou­ver­tü­re von Don Giovanni in d-Moll – ei­ner Ton­art, die v. a. als Aus­druck be­son­ders düs­te­rer und dra­ma­ti­scher Mo­men­te galt und die im Ge­samt­werk Mo­zarts ei­ne Son­der­stel­lung ein­nimmt. So steht bei­spiels­wei­se auch das Re­qui­em (KV 626), das Letzt­werk vor sei­nem frü­hen Tod, in d-Moll. Eben­so die be­kann­te Fan­ta­sie d-Moll (KV 397) oder das Streich­quar­tett Nr. 15 (KV 421), ei­nes der we­ni­gen Streich­quar­tet­te in ei­ner Moll-Ton­art, über das sei­ne Frau Con­stan­ze in ei­nem spä­te­ren Brief be­haup­te­te, er ha­be es wäh­rend der Ent­bin­dung ih­res ers­ten Soh­nes kom­po­niert.
     
    »Ope­ra buf­fa« no­tier­te Mo­zart in sei­nem Ver­zeich­nis al­ler mei­ner Wer­ke am 28. Ok­to­ber 1787 zu Don Giovanni – und ord­ne­te das Werk so­mit ein­deu­tig dem ko­mi­schen Gen­re zu. Ei­ne auf den ers­ten Blick ku­rio­se Zu­schrei­bung, die längst ka­no­ni­scher Ge­gen­stand der mu­sik­wis­sen­schaft­li­chen For­schung ge­wor­den ist. Auch wenn, u. a. der ro­man­ti­schen Re­zep­ti­on der Oper ge­schul­det, heu­te­zu­ta­ge häu­fig die tra­gi­schen As­pek­te der Oper her­vor­ge­ho­ben wer­den, ist die Ver­wur­ze­lung im ko­mi­schen Gen­re nicht zu ver­leug­nen: hei­te­re Ari­en, Wort­wit­ze oder Buf­fa-Fi­gu­ren wie die des Le­po­rel­lo oder des »nie­de­ren« Paa­res Zer­li­na und Ma­set­to, die der Fi­gu­ren­ty­po­lo­gie der so­ge­nann­ten Com­me­dia dell’ar­te ent­stam­men. Aber auch Merk­ma­le der »se­mi­se­ria«, dem halb­tra­gi­schen Gen­re, weist das Werk auf. Für Re­gis­seur Bar­rie Kos­ky lebt Don Giovanni ge­ra­de von die­ser Ba­lan­ce zwi­schen Ko­mö­die und Tra­gö­die.

     

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     (Quelle: wiener-staatsoper.at)