• Norma

    Norma

    Oper von Vincenzo Bellini Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Norma Staatsoper Wien Mo 22.Feb 2027
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    Norma Staatsoper Wien Fr 26.Feb 2027
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    Norma Staatsoper Wien So 28.Feb 2027
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    Norma Staatsoper Wien Mi 03.Mär 2027
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    Nor­ma ist ei­ne gal­li­sche Dru­i­den­pries­te­rin, die sich der Frie­den ge­bie­ten­den Göt­tin des Mon­des und der Frucht­bar­keit ver­pflich­tet weiß.

    Sie wei­gert sich, den kriegs­hung­ri­gen Gal­li­ern das Si­gnal zum Auf­stand ge­gen die rö­mi­sche Fremd­herr­schaft zu ge­ben. Die bei­den Kin­der, die sie in heim­li­cher Ehe mit dem Rö­mer Pol­lio­ne ge­bo­ren hat, hält sie vor ih­ren Lands­leu­ten ver­bor­gen. Als ihr Ehe­mann sie mit ei­ner jün­ge­ren Frau zu be­trü­gen ver­sucht, droht ih­re Exis­tenz zu zer­bre­chen. Sie über­win­det die Ver­su­chung, ih­re Kin­der zu tö­ten und ih­re Ri­va­lin zu stra­fen. Ih­re Selbst­an­zei­ge ret­tet ih­nen das Le­ben.

    »Norma erzählt eine häusliche Geschichte, die Geschichte einer sehr besonderen Familie. Ein Thema, das in jeder Familie eine Rolle spielt, ist das Geheimnis. Norma ist in geheimer Liebe mit einem Landesfeind verbunden. Und aus dieser Verbindung sind zwei Kinder geboren, deren Abstammung geheim gehalten werden muss. Im Mittelpunkt dieser spannenden Geschichte steht eine sehr starke Frau: Sie ist das spirituelle Oberhaupt, die Priesterin ihres Volkes, aber sie hat auch eine politische Funktion. Und zugleich ist sie Mutter und Geliebte. Viele Aspekte weiblicher Identität sind in ihrer Figur verbunden. Diese sehr, sehr starke, sehr komplexe Frauengestalt ist gleichzeitig einem extrem patriarchalen System ausgeliefert, gegen das sie sich behaupten muss. Sie ist auf der Suche nach der Freiheit – nach ihrer persönlichen Freiheit in einem patriarchalen Gefüge.« (Cyril Teste)

    Vincenzo Bellinis Oper Norma ist bekannt für ihre wunderschöne Musik und ihre emotionalen Höhepunkte. Besonders berühmt ist das Gebet der Oberpriesterin an die Mondgöttin („Casta diva“), der verführerische Gesang des römischen Prokonsuls Pollione („Vieni a Roma...“) und die Duette zwischen der Oberpriesterin und der Novizin, die die Harmonie und Spannung zweier Sopranstimmen eindrucksvoll zeigen.

    Diese musikalischen Meisterwerke sind eingebettet in eine kontrastreiche Struktur. Sie reicht von einer leidenschaftlichen Ouvertüre über die geheimnisvolle Atmosphäre der nächtlichen Einführung bis hin zu kraftvollen Ensemble-Konfrontationen und mitreißenden Chornummern. Dabei setzt Bellini das Orchester gezielt ein, um die dramatischen Momente auf der Bühne zu verstärken.

    Ein Höhepunkt ist das große Finale, in dem Normas klagender Gesang an ihren Vater alle Stimmen vereint und das Geschehen auf eine fast überirdische Ebene hebt.

    Bellini schuf seine Oper gemeinsam mit seinem bevorzugten Librettisten, dem für Eleganz, Wohllaut und Pathos seiner Verse bewunderten Felice Romani, und für die Tragödin Giuditta Pasta, die in Rossinis Seria-Partien neue Maßstäbe gesetzt hatte: Die schauspielerische Beseelung ihrer Rollen galt als beispiellos, ihre Stimme faszinierte durch unerhörte Modulations- und Ausdrucksfähigkeit. Als Vorlage für die neue Oper wurde die kurz zuvor in Paris kreierte gleichnamige Tragödie von Alexandre Soumet gewählt. In einem Brief trägt Bellini der Pasta das Stück mit den Worten an: »Ich hoffe, dass dies Sujet Ihrem Geschmack entspricht: Romani hält es für sehr effektvoll und Ihrem enzyklopädischen Charakter angemessen.«

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)