• Macbeth

    Macbeth

    Oper von Giuseppe Verdi Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Macbeth Staatsoper Wien Do 24.Sep 2026 19:00
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    Macbeth Staatsoper Wien So 27.Sep 2026 18:30
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    Macbeth Staatsoper Wien Do 01.Okt 2026 19:00
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    Macbeth Staatsoper Wien So 04.Okt 2026 19:00
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    Macbeth, Heer­füh­rer im Dienst Kö­nig Duncans, wird von drei He­xen pro­phe­zeit, dass er selbst Kö­nig wer­de. Doch der Preis ist hoch, und bald schon be­ginnt sein blu­ti­ger Pfad der Selbst­zer­stö­rung.

    Ge­drängt von der ehr­gei­zi­gen Lady Macbeth be­geht er Mord und Ver­rat, um sei­ne Macht zu si­chern. Doch sei­ne Ta­ten ho­len ihn ein, als er sich ge­gen sei­nen Wi­der­sa­cher Macduff und ei­ne auf­stän­di­sche Ar­mee stel­len muss. Die Tra­gö­die er­reicht ih­ren Hö­he­punkt in ei­ner ver­hee­ren­den Schlacht, die Macbeths Un­ter­gang be­sie­gelt und Malcolm, den Sohn des er­mor­de­ten Kö­nigs, zum neu­en Kö­nig von Schott­land macht.

    Bar­rie Kos­kys Thea­ter be­rührt oft, aber manch­mal packt es zu, in­dem es das Be­kann­te – die Welt, das Le­ben, die Be­zie­hun­gen zwi­schen Men­schen – in ei­ner Wei­se durch­bro­chen zeigt, in der es in scho­ckie­ren­der Wei­se er­kenn­bar bleibt. In sei­ner Macbeth-In­sze­nie­rung an der Staats­oper er­zeugt der Re­gis­seur ei­ne Düs­ter­nis, wel­che zu­sätz­li­che Ver­dich­tung bie­tet und die Un­sicht­bar­keit sämt­li­cher Fi­gu­ren zur Fol­ge hat.

    »Die­se Dun­kel­heit ent­springt nicht nur Shake­speares Stück oder der Par­ti­tur Ver­dis, sie ist das Stück selbst. Ei­ne Fins­ter­nis, von der man sich nicht lö­sen kann, die vom ers­ten Au­gen­blick an die Sze­ne be­herrscht. Ich wür­de in Be­zug auf Shake­speare sa­gen, dass kein an­de­res sei­ner Wer­ke von ihr so stark ge­prägt ist. Und Ver­di de­stil­lier­te dar­aus die Es­senz: ei­nen un­glaub­li­chen, fast klaustro­pho­bi­schen Ni­hi­lis­mus«, so der Re­gis­seur.

    Wir emp­feh­len den Be­such die­ser Pro­duk­ti­on ab 16 Jah­ren.

    Die Viel­falt die­ser Oper und die ge­fähr­li­che Schön­heit ei­ni­ger Sze­nen sind auch bei häu­fi­gem Wie­der­hö­ren ein Fas­zi­no­sum. Schon im Pre­lu­dio und in der In­tro­duk­ti­on des 1. Ak­tes wird al­les be­deu­tungs­schwan­ger an­ge­ris­sen: die dunk­le, uni­so­no ge­führ­te f-Moll-Me­lo­die im 6/8´-Takt, die stän­dig wie­der­keh­ren­den, boh­ren­den, marsch­haf­ten Punk­tie­run­gen im Blech, das holz­blä­ser­ge­präg­te He­xen­ge­läch­ter, die be­droh­lich wie­der­hol­te ab­wärts­füh­ren­de 32tel-Fi­gur in den Strei­chern, die in der Mord­sze­ne wie­der auf­tau­chen wird, so­wie Lady Macbeths ele­gi­sche Schlaf­wand­ler­me­lo­die. Auch wenn sich die mu­si­ka­li­sche Spra­che in den letz­ten knapp 170 Jah­ren doch we­sent­lich ver­än­dert hat: Ge­wis­se Din­ge wie die mu­si­ka­lisch-mo­ti­vi­sche Öko­no­mie Ver­dis, sei­ne in­stru­men­ta­to­ri­sche Klar­heit im Zu­sam­men­spiel des Or­ches­ters mit den Sän­gern und sein un­trüg­li­cher Sinn für das Auf­bau­en ei­ner dra­ma­tur­gisch kon­zi­sen Bin­nen­span­nung fas­zi­nie­ren heu­te wie da­mals (Jo­han­nes Ma­ria Staud).
     
    Ei­ner der Grün­de da­für, dass Macbeth lan­ge Zeit im Schat­ten vie­ler an­de­rer Ver­di-Opern stand, war nicht nur der eher un­ge­wöhn­li­che Cha­rak­ter des Werks, son­dern auch die Schwie­rig­keit, die bei­den Haupt­par­ti­en ad­äquat zu be­set­zen. Ins­be­son­de­re Lady Macbeth, die bei Shake­speare dra­ma­tisch nicht so stark aus­ge­formt ist wie bei Ver­di, ge­hört zu den schwie­rigs­ten Par­ti­en der Opern­li­te­ra­tur. Sie ver­langt ei­ne »Pri­ma­don­na as­so­lu­ta«, wie sie in je­der Ge­ne­ra­ti­on nur ganz sel­ten zu fin­den ist. Be­rühmt in die­sem Zu­sam­men­hang mit Macbeth ist ein Brief Ver­dis an den Li­bret­tis­ten Sal­va­do­re Cam­ma­ra­no (1848), in dem er für die Lady Macbeth »una vo­ce as­pra, sof­fo­ca­ta, cu­pa« (»ei­ne schar­fe, er­stick­te, dunk­le Stim­me«) wünscht. Ver­di ging es um ei­ne kla­re Ab­kehr vom stimm­äs­the­ti­schen Ide­al des rei­nen Schön­heits­ge­sangs, wenn er auch wei­ter­hin auf den Prin­zi­pi­en des Bel­can­to sei­ner mu­si­ka­li­schen Vor­gän­ger auf­bau­te. (Mi­cha­el Kraus)
     

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)