• Ballett: Living Legacies

    Ballett: Living Legacies

    George Balanchine, Christopher Wheeldon, Frederick Ashton Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Fr 18.Sep 2026 19:00
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Sa 19.Sep 2026 19:00
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Fr 25.Sep 2026 19:00
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Mo 28.Sep 2026 19:30
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Fr 22.Jan 2027
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Fr 29.Jan 2027
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Mo 01.Feb 2027
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Sa 06.Feb 2027
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien So 07.Feb 2027
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    Ballett: Living Legacies Staatsoper Wien Do 11.Feb 2027
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    Living Legacies vereint George Balanchine, Christopher Wheeldon und Frederick Ashton.

    Living Legacies – lebende Vermächtnisse – vereint mit George Balanchine und Frederick Ashton nicht nur zwei wegweisende Choreografen, deren Werke bis heute »State of the Art« einer jeden Ballettcompagnie sind und die die Kunst und Entwicklung des klassischen Tanzes entscheidend geprägt haben, sondern führt mit Christopher Wheeldon in die Gegenwart, macht Linien und Brücken deutlich. Nicht nur im Fortführen von choreografischen Traditionen, sondern auch in deren neu denken und interpretieren als auch durch die Tänzerinnen und Tänzer, die sich im Hier und Jetzt befinden, bleibt das Erbe des klassischen Balletts lebendig.

    Ei­ne Ho­m­ma­ge an den gro­ßen Kom­po­nis­ten Wolfgang Amadeus Mozart woll­te George Balanchine mit sei­nem Divertimento Nr. 15 kre­ie­ren. In­spi­riert von der Klar­heit, Viel­sei­tig­keit und Ele­ganz, die das Œu­v­re des Ös­ter­rei­chers aus­zeich­net, ist so ei­nes der duf­tigs­ten Bal­let­te des Cho­reo­gra­fen ent­stan­den: »Die­ses be­son­de­re Divertimento ist wahr­schein­lich das größ­te sei­ner Art. Es re­prä­sen­tiert Mozart von sei­ner bes­ten Sei­te, in­dem es ei­ne ver­trau­te Form der Hof­mu­sik mit war­mer Wür­de, Ver­spielt­heit und zar­ter, ly­ri­scher Schön­heit ver­sieht«, sagt Balanchine und lässt die Be­we­gun­gen in sei­ner Cho­reo­gra­fie ganz nach sei­nem Cre­do »See the music, hear the dance« der Kom­po­si­ti­on fol­gen. »In Balanchines Er­ar­bei­tung der Mu­sik Mozarts wird ei­ne ech­te ›See­len­ver­wandt­schaft‹ zwei­er gro­ßer Geis­ter spür­bar«, schreibt Bal­lett­kri­ti­ker Richard Buckle über das Werk, das 1956 mit dem New York City Ballet Pre­mie­re fei­er­te.

    Christopher Wheeldons Within the Golden Hour, 2008 mit dem San Francisco Ballet ur­auf­ge­führt, wur­de ur­sprüng­lich von dem Licht und den Gold­far­ben in den Ge­mäl­den von Gustav Klimt in­spi­riert. Das Sinn­li­che und Schim­mern­de, wel­ches Klimts Kunst aus­macht, ent­deck­te Wheeldon eben­falls in der Mu­sik von Ezio Bosso, die für sei­ne Kre­a­ti­on um das An­dan­te aus Vivaldis Vio­lin­kon­zert in B-Dur er­gänzt wur­de, und be­gab sich so auf ei­ne cho­reo­gra­fi­sche Rei­se, in der vor al­lem Mo­men­te von flüch­ti­ger Schön­heit in den Mit­tel­punkt ge­stellt wer­den. So sind die sie­ben Sät­ze des Bal­letts »wie ei­ne Rei­he von klei­nen Ge­mäl­den oder Skiz­zen zu be­trach­ten, die von der Mu­sik in­spi­riert sind«, be­schreibt Wheeldon sei­ne Kre­a­ti­on, die das klas­si­sche Be­we­gungs­ma­te­ri­al um an­de­re Tanz­for­men er­wei­tert, um so »ei­ne neue, in­ter­es­san­te Sicht auf ei­nen Bal­lett­schritt« zu evo­zie­ren.

    Rhapsody ist ei­ne der letz­ten Ar­bei­ten von Frederick Ashton und wur­de an­läs­s­lich des 80. Ge­burts­tags von Queen Elizabeth The Queen Mother 1980 zur Pre­mie­re ge­bracht. Kre­iert hat es Ashton für den le­gen­dä­ren Tän­zer Mikhail Baryshnikov, der als Gast­tän­zer mit dem Royal Ballet London auf­trat. Rhapsody ver­eint die Bril­lanz der rus­si­schen Tech­nik mit der Ly­rik des eng­li­schen Stils – ganz im Geis­te Ashtons. Zu Rachmaninows Rhapsodie über ein Thema von Paganini ent­fal­tet sich so ein non-nar­ra­ti­ves, aber doch kraft­voll aus­drucks­star­kes Bal­lett. Ex­plo­si­ve Sprün­ge und wir­beln­de Dre­hun­gen des Tän­zers tref­fen auf die fe­der­leich­te Prä­zi­si­on und an­mu­ti­gen Li­ni­en der Bal­le­ri­na. Die­ses Bal­lett ist ein leuch­ten­der Tri­but an Ashtons un­ver­gleich­li­chen und prä­gen­den Stil so­wie sei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Kar­rie­re: »ein zeit­lo­ses Meis­ter­werk des Klas­si­zis­mus und von strah­len­der künst­le­ri­scher Vir­tuo­si­tät.«

    Die mu­si­ka­li­sche Band­brei­te des Abends reicht von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Sergei Rachmaninoff. Mozarts Di­ver­ti­men­to Nr. 15 be­sticht durch sei­ne Klar­heit, Struk­tur und tän­ze­ri­sche Ele­ganz. Dem ge­gen­über steht die Mu­sik zu Christopher Wheeldons Within the Golden Hour, in der zeit­ge­nös­si­sche Kom­po­si­tio­nen von Ezio Bosso als auch ei­ne Er­gän­zung von Antonio Vivaldi ei­ne ei­ge­ne Klang­welt ent­fal­ten. Rachmaninoffs Rhap­so­die über ein The­ma von Paganini wie­der­um ver­bin­det vir­tuo­se Bril­lanz mit emo­tio­na­ler Tie­fe.

    Mit Living Legacies kommt ei­ne neu zu­sam­men­ge­stell­te Pro­duk­ti­on in das Re­per­toire, die die Vi­si­on der Bal­lett­di­rek­to­rin Alessandra Ferri zum Le­ben er­weckt und den klas­si­schen Tanz im Heu­te ver­an­kert: »Er ge­hört zu uns. Ich ver­ste­he sei­ne Tie­fe, ähn­lich wie bei klas­si­scher Mu­sik: Sie kommt nie aus der Mo­de, weil sie ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Kunst­form ist. Na­tür­lich ent­ste­hen heu­te neue Wer­ke und neue For­men – und das ist wich­tig und wun­der­bar –, aber das Klas­si­sche ist un­se­re Iden­ti­tät. Und zu die­ser Iden­ti­tät ste­he ich. Das Pu­bli­kum, das in un­se­re Vor­stel­lun­gen kommt, er­war­tet Bal­lett, und die Tän­ze­rin­nen und Tän­zer, die ihr gan­zes Le­ben da­für trai­niert ha­ben, wol­len ge­nau das tan­zen. Es liegt in ih­rer DNA. Wir sind ei­ne klas­si­sche Com­pa­gnie und gleich­zei­tig of­fen für viel­sei­ti­ge Her­an­ge­hens­wei­sen an die­se Kunst­form. Wir ha­ben die Mög­lich­keit, das klas­si­sche Bal­lett wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, neue Er­zähl­wei­sen und Aus­drucks­for­men zu fin­den, oh­ne sei­ne Ur­sprün­ge zu ver­leug­nen.« 

    Wäh­rend Balanchines Di­ver­ti­men­to Nr. 15 1990 sei­ne Pre­mie­re an der Wiener Staatsoper fei­er­te, er­le­ben Ashtons Rhap­so­dy und Wheeldons Within the Golden Hour ih­re Wie­ner Erst­auf­füh­run­gen in der Bal­lett-Ga­la 2026.

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)