• Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg

    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg

    Oper von Alexander von Zemlinsky, Béla Bartók Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg Staatsoper Wien Sa 03.Okt 2026 19:00
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    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg Staatsoper Wien Di 06.Okt 2026 19:00
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    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg Staatsoper Wien Do 08.Okt 2026 19:00
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    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg Staatsoper Wien Sa 10.Okt 2026 19:00
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    Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg Staatsoper Wien Mo 12.Okt 2026 19:00
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    Die bei­den Kurz­opern Eine Florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg sind in­halt­lich durch ei­ne zen­tra­le The­ma­tik ver­bun­den: Es geht um das fort­schrei­ten­de Er­ken­nen des nur schein­bar ver­trau­ten Ge­gen­übers.

    In Zem­lins­kys Eine Florentinische Tragödie mün­det die Er­mor­dung von Bi­an­cas Ge­lieb­tem durch ih­ren ei­fer­süch­ti­gen Gat­ten Si­mo­ne in ei­nem Dia­log der bei­den Ehe­leu­te, der ganz über­ra­schend ei­nen neu­en Lie­bes­be­ginn si­gna­li­siert.
    In Bar­tóks Ein­ak­ter wird Ju­diths Rei­se zu den in­ne­ren Ab­grün­den des von ihr ge­lieb­ten Her­zog Blau­bart – sym­bo­li­siert durch das Öff­nen sie­ben ge­heim­nis­vol­ler Tü­ren – hin­ge­gen in Dun­kel­heit und Ein­sam­keit en­den.

    Ob­wohl na­he­zu zur sel­ben Zeit ent­stan­den, bie­ten die zwei Stü­cke des Abends, Eine Florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg, voll­kom­men un­ter­schied­li­che Klang­wel­ten, was die­ser Kom­bi­na­ti­on ei­nen zu­sätz­li­chen Reiz ver­leiht. In Herzog Blaubarts Burg, vom Li­bret­tis­ten Béla Balázs als Mys­te­ri­um be­zeich­net, hört man den Ein­fluss der fran­zö­si­schen Im­pres­sio­nis­ten eben­so her­aus wie Béla Bar­tóks Be­schäf­ti­gung mit der ost­eu­ro­päi­schen Volks­mu­sik. Ein be­son­de­rer Fo­kus liegt auf dem Or­ches­ter, das hier die ei­gent­li­che Haupt­rol­le über­nimmt und die emo­tio­na­le Berg- und Tal­fahrt der Ak­teu­re eben­so schil­dert wie die ei­gent­li­che Er­zäh­lung des Dra­mas. Den bei­den Han­deln­den, Ju­dith und dem Her­zog, kommt über gro­ße Stre­cken der Part ei­ner kom­men­tie­ren­den De­kla­ma­ti­on zu.


    In Alexander Zem­lins­kys Eine Florentinische Tragödie blüht dem Pu­bli­kum, von Oscar Wil­des bild­rei­cher Dich­tung in­spi­riert, ei­ne un­ge­mein üp­pi­ge Or­ches­ter­pracht ent­ge­gen, die zwi­schen der Spät­ro­man­tik und der Mo­der­ne chan­gie­rend, klar von Johannes Brahms, Gustav Mahler und Richard Strauss be­ein­flusst wur­de.

     
    An der Wie­ner Staats­oper wur­den Eine Florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg je­weils erst ein ein­zi­ges Mal pro­du­ziert: Eine Florentinische Tragödie kam im Ur­auf­füh­rungs­jahr 1917 auf ei­ne ein­zi­ge Vor­stel­lungs­se­rie, und Herzog Blaubarts Burg er­reich­te zwi­schen 1985 und 1989 le­dig­lich neun Vor­füh­run­gen. Die Neu­pro­duk­ti­on bringt so­mit bei­de Wer­ke nach lan­ger Pau­se wie­der zu­rück ins Re­per­toire des Hau­ses. Und das in ei­ner Be­set­zung mit ge­ra­de­zu iko­ni­schen Sän­ger­per­sön­lich­kei­ten der Opern­welt. So wird As­mik Gri­go­ri­an bei­de Frau­en­rol­len über­neh­men und da­durch ei­ne zu­sätz­li­che Ver­bin­dung zwi­schen den Stü­cken schaf­fen. Als Her­zog Blau­bart kehrt Flo­ri­an Boesch zu­rück, und als Si­mo­ne wird Christopher Maltman mit ei­ner wei­te­ren Par­tie auf die­ser Büh­ne zu er­le­ben sein.
     

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    (Quelle: wiener-staatsoper.at)