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Opernring 11010 Wien
Don Carlos Staatsoper Wien So 17.Jan 2027 replace me !Don Carlos Staatsoper Wien Mi 20.Jan 2027 replace me !Don Carlos Staatsoper Wien So 24.Jan 2027 replace me !Don Carlos Staatsoper Wien Mi 27.Jan 2027 replace me !Don Carlos Staatsoper Wien So 31.Jan 2027 replace me !Im Mittelpunkt der Ereignisse, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts spielen, steht der spanische Kronprinz Carlos.
Er ist unsterblich verliebt in Elisabeth von Valois, die ihm seit Kindheitstagen zur Frau bestimmt ist, ehe sie sein verwitweter Vater König Philipp II. für sich beansprucht. Dieser private Konflikt wird durch einen politischen verschärft: durch die Forderung Carlos’ nach der Regentschaft der aufständischen niederländischen Provinzen – eine vor dem Hintergrund der Inquisitionsprozesse und der Macht des Großinquisitors fatale Situation.
Regisseur Peter Konwitschny spannte in seiner Inszenierung zwischen den Figuren ein Beziehungsgeflecht von atemberaubender Dichte. Zunächst von Teilen des Publikums abgelehnt, erhielt die Produktion bald Kultstatus und wird heute bei jeder Wiederaufnahme mit großer Euphorie empfangen. Die von ihm darüber hinaus geschaffene humoristisch-pantomimische Einlage zur großen Ballettmusik Verdis im dritten Akt vergrößert die Fallhöhe der Tragödie. Besonderer Fokus liegt für Konwitschny auf dem utopischen Moment, das Verdi mit der Errettung von Carlos und Elisabeth am Ende der Oper zeigt. Für den Regisseur ist der Schluss demnach keine realistische Forterzählung, sondern eine Art Veto des Komponisten gegen den Sieg der liebes- und lebensfeindlichen Autoritäten.Mit Don Carlos schuf Verdi einen wesentlichen Beitrag zur Gattung der französischen Grand opéra. Diverse Schwierigkeiten während der Einstudierung führten dazu, dass der Komponist gegen seinen Willen zahlreiche Kürzungen vorzunehmen hatte, ehe das Werk 1867 seine Uraufführung erlebte. Die Produktion an der Wiener Staatsoper zeigt die rekonstruierte Urfassung, die auch jene Passagen beinhaltet, die Verdi 1867 hatte streichen müssen. Das besondere Atout dieser Fassung ist ihre stilistische Einheitlichkeit und eine überaus präzise psychologisch ausgearbeitete Figurenentwicklung.Verdi hatte bei der Komposition des Don Carlos mit zwei sehr profanen Dingen zu kämpfen: mit dem Pariser Vororte-Zug und den Nachmahl-Gepflogenheiten des Publikums. Vorstellungen durften nämlich grundsätzlich nicht zu früh beginnen, da die Zuschauerinnen und Zuschauer das Abendessen gemütlich und nicht überstürzt vor einem Opernbesuch einnehmen wollten. Zugleich durfte eine Aufführung nicht länger als bis zur Abfahrt des letzten Zuges dauern, der die Besucherinnen und Besucher aus den Vorstädten wieder heimbrachte. Eingekeilt zwischen diesen beiden zeitlichen Fixpunkten musste daher die Partitur wenige Tage vor der Uraufführung empfindlich zurechtgestutzt werden.Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.
(Quelle: wiener-staatsoper.at)
