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Opernring 11010 Wien
Die tote Stadt Staatsoper Wien So 25.Apr 2027 replace me !Die tote Stadt Staatsoper Wien Mi 28.Apr 2027 replace me !Die tote Stadt Staatsoper Wien Sa 01.Mai 2027 replace me !Die tote Stadt Staatsoper Wien Mi 05.Mai 2027 replace me !Nach dem Tod seiner Frau Marie hat sich Paul in Brügge, der »toten Stadt«, in eine versteinerte, zerstörerische Erinnerungswelt zurückgezogen.
In einer »Kirche des Gewesenen« bewahrt er alles auf, was ihn an die Tote erinnert – und bindet. Doch die Trauer lähmt, höhlt aus und hält Paul von Gegenwart und Zukunft fern. Bis ihm Marietta, das Ebenbild der Verstorbenen, begegnet. Die Femme fatale weckt erotische Wünsche, aber auch die Sogkraft der Erinnerung – und bringt ihn an die Grenzen seiner Existenz.
In seiner maßstabsetzenden Inszenierung leuchtet Willy Decker tief in das weite Land der Seele, entwirft eine packende Bildsprache und zeigt Die tote Stadt im gefährlichen Schwebezustand zwischen innerer und äußerer Welt, zwischen Traum und Albtraum. Es ist eine psychologisch feine Regiearbeit, die die symbolhaften Handlungselemente gekonnt auffängt und sie in einprägsame szenische Setzungen überführt.Korngolds Musik, die in expressiven Ausbrüchen, in harmonisch faszinierender Vielschichtigkeit ebenso wie in bittersüßen Schlagern spricht, vermag auch mehr als einhundert Jahre nach der Uraufführung zu faszinieren und zu bewegen. Im bewussten Gegensatz zu den damals Raum gewinnenden Strömungen rund um die Zwölftontechnik und Atonalität wählte Korngold (auch unter dem dominanten Einfluss seines Vaters, des berühmten Kritikers Julius Korngold) einen Weg, der an der Tonalität festhielt – und schrieb musikalische Nummern, die auch außerhalb der Opernhandlung Ewigkeitswert besitzen. »Mein Sehnen, mein Wähnen« etwa, oder auch »Glück, das mir verblieb« sind daher fixer Bestandteil zahlreicher Operngalas und haben Wunschkonzertqualität – im besten Sinne des Wortes.Korngold galt seit frühester Jugend als Wunderkind, dem auch Kollegen wie Giacomo Puccini, Richard Strauss oder Gustav Mahler allergrößte Bedeutung bestätigten. »Ein Genie!«, titulierte ihn etwa Letztgenannter. Korngolds Ballettpantomime Der Schneemann wurde im Jahr 1910 an der Wiener Hofoper mit Erfolg erstaufgeführt, von da an war die Karriere kometenhaft, der Ruhm unvergleichlich. Bis der NS-Terror den Komponisten zur Emigration zwang und seine Werke verbot. Von dieser brutalen Zäsur hat sich Korngolds Gesamtwerk, was die Publikumsrezeption hierzulande betrifft, leider nie mehr völlig erholt. Doch zumindest Die tote Stadt zählt neben anderem wie dem Violinkonzert auch heute zu den Fixstartern im Repertoire; ein Werk, das von Künstlern wie vom Publikum hochgeschätzt wird.Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.
(Quelle: wiener-staatsoper.at)
