• Luisa  Miller

    Luisa Miller

    Oper von Giuseppe Verdi Staatsoper Wien
    Opernring 1
    1010 Wien
     

    Luisa Miller Staatsoper Wien Sa 21.Nov 2026
    replace me !
    Luisa Miller Staatsoper Wien Mo 23.Nov 2026
    replace me !
    Luisa Miller Staatsoper Wien Fr 27.Nov 2026
    replace me !
    Luisa Miller Staatsoper Wien Mo 30.Nov 2026
    replace me !

    Luisa, die Tochter des Veteranen Miller, liebt einen jungen Jägerburschen, der mit dem Herrschaftsantritt des neuen Feudalherren in ihr Dorf gekommen ist. Aber auch Wurm, der Schlossverwalter, ist in Luisa verliebt. Er enthüllt ihrem Vater die wahre Identität des vermeintlichen Jägerburschen: Es ist Rodolfo, der Sohn des Feudalherren, was eine Ehe mit Luisa aus Standesgründen unmöglich macht. Rodolfo will um seine Liebe kämpfen, doch dabei geraten er und Luisa in die Fallstricke der intriganten und korrupten Hofgesellschaft.

    Ver­dis Oper spielt in zwei Wel­ten: in ei­nem Ti­ro­ler Dorf und im Schloss des Feu­dal­her­ren. Der Re­gis­seur und Büh­nen­bild­ner Phi­lipp Gri­go­ri­an vi­su­a­li­siert die dörf­li­che Idyl­le durch das »Ar­bei­ter­pa­ra­dies« ei­nes Un­ter­neh­mens, in dem Lui­sa und ihr Va­ter be­schäf­tigt sind. Und Graf Wal­ter plant sei­ne ma­fi­ösen Ma­chen­schaf­ten in ei­ner prot­zi­gen Sau­na.

    Wal­ters Sohn Ro­dol­fo hat sich ver­klei­det, als ge­hör­te er zu den Ar­bei­tern, um Lui­sa, in die er sich ver­liebt hat, na­he zu sein. Doch da­mit ge­fähr­det er die jun­ge Frau und ih­ren Va­ter auf un­ver­ant­wort­li­che Wei­se, denn Graf Wal­ter hat sei­nem Sohn ei­ne ganz an­de­re Part­ne­rin be­stimmt: die mäch­ti­ge Fe­de­ri­ca. Die­se ent­steigt ei­ner ro­sa­far­be­nen Stretch­li­mou­si­ne und ist nicht be­reit, auf Ro­dol­fo zu ver­zich­ten.

    Wir er­le­ben das gan­ze Stück nicht in ei­ner re­a­lis­ti­schen Äs­the­tik, son­dern aus der Er­in­ne­rung des Va­ters Mil­ler, der den Tod sei­ner Toch­ter über­lebt hat und sich wie in ei­nem sur­re­a­len Alb­traum an die Er­eig­nis­se er­in­nert. Die­ser Traum ver­bin­det die un­ter­schied­lichs­ten As­so­zi­a­ti­o­nen – wir er­le­ben das to­xi­sche Ge­sche­hen, von dem Ver­dis Oper be­rich­tet, als psy­che­de­lisch an­ge­hauch­te Gra­phic No­vel.

    Verdis abgründig-brillante, ausdrucks- und emotionsgesättigte Musik zelebriert nicht nur die Hingabe an große Leidenschaften, sondern macht auch die bedrückende und abstoßende Enthemmung ihrer Abgründe erfahrbar. Verdi war 36 Jahre alt, als er 1849 in Neapel Luisa Miller zur Uraufführung brachte. Die Oper entstand kurz vor der „volkstümlichen Trias“ Rigoletto, Troubadour, Traviata (1851-53). Aufgrund der Dichte ihrer musikalischen Inspiration ist die Oper ein vollgültiges Werk aus Verdis Reifezeit, mit Vorgriffen sogar auf das Schlussbild des Otello: Beide Finali schildern den Eifersuchtsmord eines Liebenden an seiner Geliebten, die er aufgrund einer Intrige für treulos hält.
     
    Aus deutschsprachiger Perspektive wird die Radikalität der Oper unterschätzt, weil man glaubt, sie an der Schauspielvorlage, Schillers bürgerlichem Trauerspiel Kabale und Liebe (1784) messen zu dürfen. In Wahrheit stellt die Oper Höhepunkt und Ende der italienischen Semiseria-Tradition dar, welche die über Standesgrenzen sich hinwegsetzende Liebe zu einem stets glücklichen Ende führte – trotz schmerzlicher Schicksalsschläge und Missverständnisse. Hier zerbricht die fragile Liebe zwischen dem Sohn des Feudalherren und einer Soldatentochter in den Mühlen von Macht- und Heiratspolitik, Intrige und Verbrechen.

    Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.

     

     

    (Quelle: wiener-staatsoper.at)